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Fan-Treffen mit Kabir 19./20.10.2002 in Kleinlüder PDF Drucken E-Mail

Der Tiger trifft seine Fans

Samstag, 19. Oktober 2002

... wir sind schon spät dran und es kommt, was kommen muß. Kurz vor Klein-Lüder verfahren wir uns natürlich. Aber da waren wir wohl nicht die einzigen... Sabine ist schon da und begrüßt uns vom Balkon aus.
Irgendwann geht es los. Die Tür öffnete sich und Kabir betritt den Saal. Es ist unheimlich still in diesem Moment. Alle sind wie erstarrt: Er ist wirklich gekommen. Für die meisten geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Und auch ich bin starr, vor Staunen, vor Glück... Kabir trägt ein indisches Gewand und begrüßt uns sehr freundlich. Er ist ein ganz normaler Mensch, freundlich, natürlich, also kein "normaler" Star.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Kabir und Biggi geht der Event richtig los. Kabir geht von Tisch zu Tisch und stellt sich seinen Fans persönlich vor. Es dauert unendlich, bis unser Tisch dran ist. Oder kommt es mir einfach nur so vor? Aber dann ist er da. Neben mir ist ein Platz frei, oder besser er wurde frei. Sven stand auf, als Kabir zu uns kam. Schließlich will er alles auf Bildern festhalten. Als Kabir neben mir sitzt, ist alles weg: meine Fragen, mein Englisch... Kabir notiert sich unsere Namen. Kirstin sitzt auch an unserem Tisch. Er ist etwas irritiert: Kirstin.. Kerstin. Aber wir kriegen das hin. Maggie und Christina stellen Fragen und Kabir antwortet sehr freundlich. Sein Englisch ist sauber und verständlich. Ich hätte ewig lauschen können, diese Stimme ist einfach umwerfend: tief, rauchig, beruhigend, nett... Marianne hat ein Geschenk dabei. Es ist ein seltenes Buch. Man kann es normalerweise nicht kaufen, nur erben. Kabir freut sich sehr und steckt nebenbei aus Versehen Mariannes Clubausweis ein... Ob sie einen neuen kriegt? Ich bin noch immer wie gebannt. Meine Fragen kreisen im Kopf, ich bekomme sie aber nicht heraus (wie alt bin ich eigentlich?). Dann geht Kabir zum nächsten Tisch.

Wir gehen zum Buffet, es ist Lunch angesagt. Irgendwie habe ich keinen Hunger. Ein Quark muß dran glauben. Das wars. Kabir absolviert jetzt seinen letzten Tisch, dann darf auch er endlich ans Buffett. Aber zum Essen kommt er auch kaum. Man hat es echt nicht leicht als Star.

Nach dem Mittag hält Bianca einen Vortrag über den historischen Sandokan. Ich kenne die Geschichte zwar schon, da ich ein begeisterter Leser ihrer Homepage bin. Aber so persönlich vorgetragen, fesselt mich die Geschichte enorm. Vassiliki übersetzt Kabir die Worte ins Englische. Der Vortrag gefällt ihm sehr.

Jetzt ist die große Stunde der Autogramme. Jeder hat etwas mitgebracht: Bücher, Fotos, selbst gemachte Kalender. Man kann kaum glauben, wieviel Kreativität in diesem Raum versammelt ist. Ich habe meinen Fan-Katalog dabei. Er ist zwar noch nicht ganz fertig, aber ich wollte ihn Kabir trotzdem zeigen. Es dauert etwas, da natürlich alles zu ihm läuft. Endlich bin ich dran. Kabir blättert den Katalog einmal von vorn nach hinten durch. Irgendwann sind wir dann soweit und Kabir signiert das Deckblatt des Katalogs. Er ist sehr erstaunt darüber, daß es soviel Matierial über ihn gibt: Zeitungsartikel, Bücher, Filme, sogar Comics. Er fragt, ob ich das wirklich alles gesammelt habe. Das kann ich bejahen. Er ist begeistert und bedankt sich. Noch einmal schaut er über die Filmseiten und erinnert sich. Endlich schreibt er die Widmung auf das Deckblatt.
Nch diesem ersten Autogramm-Marathon gibt es Kaffee und Kuchen. Bei mir regt sich mittlerweile Hunger. Leider Pech gehabt: Käsekuchen mit Rosinen. Nicht mein Fall, ich muß also bis zum Abendessen Geduld haben.

Nach dem Kaffee gehen wir spazieren. Die meisten schließen sich Kabir an. Es muß ein sehr imposantes Bild sein, das wir abgeben. Vielen bleibt der Mund offen stehen. Als ich später die Fotos vom Spaziergang sah, war mir auch klar warum. Kabir wirkt in seinem Gewand sehr indisch, und alles läuft hinter bzw. vor ihm her. Es ist aber sehr genau zu erkennen, daß sich alles auf ihn konzentrierte. Wir laufen nicht sehr weit, einmal den Berg hinunter und zurück.

Danach gönnt sich Kabir eine wohlverdiente Pause. Wir nutzen diese Zeit für Gespräche. Die meisten kenne ich ja noch nicht.
Später gesellt sich Kabir wieder zu uns. Und wieder überfällt mich die Sprachlosigkeit. Kabir ist ein so grandioser Mensch. Wenn ich an die Stars von heute denke: arrogant, unreal, weltfremd. Kabir ist das absolute Gegenteil: bodenständig, freundlich, angenehm. Und das fasziniert mich so sehr. Wir begegnen uns kurz auf der Treppe. Wo ich herkomme, fragt er. "Brandenburg near Berlin", ich bekomme einfach keine ganzen Sätze raus. Es ist wie verhext. "Oh, these are five hundred kilometres. That's a great distance." Und wieder nur eine kurze Antwort von mir: "Yes, yes." Was ist los mit mir? Wo ist mein Englisch, ich wollte ihn doch so viel fragen...
Die "Autogramm-Stunde" geht weiter. Hoffentlich bekommt er keine Sehnenscheidentzündung. Aber Kabir ist Profi! Er lächelt in jede Kamera und schreibt Widmungen. Es ist einfach nur erstaunlich, wie er das hinbekommt.

Und das Blitzgewitter reißt nicht ab. Kabir ist für jeden Fan da. Beantwortet freundlich jede Frage. Ich bin einfach nur begeistert.

Dann beginnt Manfred mit der Foto-Session. Kabir läßt sich mit jedem Fan ablichten. Auf Wunsch auch mit mehreren. Ich bewundere seine Pofessionalität. Endlich darf auch ich. Ich bin sehr gespannt, was das wohl wird, ich bin absolut kein Foto-Motiv... Aber Kabir ist sehr geduldig und hilft zur Not auch einem etwas unbeholfenen Fan... Kurz später bin ich wieder an meinem Platz. Da fällt mir Kabirs Gesicht auf. Er schaut sehr ernst und auch etwas ärgerlich. Das ist das erste Mal an diesem Tag, es verwundert mich etwas. Den Hintergrund sollte ich allerdings erst am nächsten Tag beim Frühstück erfahren...

Etwas später versammeln sich alle zum Gruppenfoto. Das ist etwas anstrengend, bis auch der letzte seinen Platz gefunden hat, vergeht etwas Zeit... Leider sollte sich diese Übung an diesem Abend noch einmal wiederholen.

Kabir geht weiter, von Tisch zu Tisch, von Fan zu Fan. Überall sieht man nur glückliche Gesichter und glänzende Augen. Es ist ein traumhafter Abend. Nur die Kellnerin ist nicht allzu traumhaft...

Später sitzt Kabir wieder an unserem Tisch.

Christina übersetzt die Fragen der anderen Fans. Sie ist wirklich ein Engel. Das Gespräch kommt auf seine Enkel. Er sagt, er liebt seine Enkel sehr, aber er mag es nicht "Grandpa" zu sein. "To be Grandpa is like to be Santa Claus"... jetzt gibt es auch noch Eis. Da wir bereits den ganzen Abend "im Zug" sitzen, ist mir kalt genug. Die Kellnerin ist immer noch nicht bei der Sache, wir warten jetzt schon eine Stunde auf unsere Getränke...

Jetzt kommt noch eine Überraschung für Kabir: Alle Fans unterschreiben auf der Sandokan-Flagge, die wohl die eindrucksvollste Reqisite des Tages war. Diese Flagge soll Kabir später als Geschenk übergeben werden.

Als wir endlich fertig sind, "posiert" Kabir für uns darauf. Er ist wirklich ein "Vollblut-Star". Das lange Warten, bei manchen bis zu 20 Jahre, ist vergoldet worden...

Gegen 12 Uhr verabschiedet sich Kabir. Wir Frauen bekommen zwei "Gute-Nacht-Küßchen" auf die Wangen von ihm. Kurz später gehen auch Sven und ich auf unser Zimmer.

Sonntag, 20. Oktober 2002

Kurz vor neun kreuzen wir beim Frühstück auf. Fast alle sind schon da. Und fast alle wirken etwas erschöpft. Aber wen wundert das? Kabir kommt etwas später dazu. Und dann kommt endlich die Auflösung des Rätsels vom Vorabend: Ein Fan soll doch ernstere Absichten gehabt haben. Eigentlich schade, daß manche Frauen nicht wissen, wo die Grenzen sind. Auch hier muß ich Kabir bewundern, er grenzt sie nicht aus. Spricht freundlich mit ihr, als wäre nichts geschehn... Alle Achtung!

Die letzten Autogrammwünsche werden erfüllt und reichlich Geschenke übergeben.

Die Chance noch ein paar Fotos zu machen...

Kabir bedankt sich mit bewegten Worten für die schönen Stunden mit seinen Fans.

Gegen halb 11 müssen wir das Hotel räumen.
Wir warten vor dem Hotel auf Kabir, um uns zu verabschieden und natürlich noch ein paar Fotos zu machen. Allerdings läßt Kabir sich ewig nicht sehen. Irgendwann geht Ruth mal nachsehen, wo er bleibt. Die "Schweizer" haben eine private Foto-Session mit ihm. Da brauchen wir uns nicht wundern. Aber endlich ist er vor dem Hotel. Fotos, Fotos, Fotos ... Viele nutzen die letzte Chance.

Dann nehmen wir noch einmal Aufstellung für ein Gruppenfoto.

Und dann kommt der Abschied. Er fällt sehr herzlich aus. Jetzt stehen auch mir die Tränen in den Augen. Aber es sind Freudentränen. Mein allergrößter Traum ist in Erfüllung gegangen. Und das, bevor alle kleinen Wünsche verwirklicht werden konnten...

Vielen Dank Kabir, Biggi und Manfred...

Bis zum nächsten Mal! Wir freuen uns schon jetzt darauf.

Geschrieben von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst am Montag, 21. Oktober 2002 (765 hits)
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Dezember 2007 )
 
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