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Donnerstag, 16. Juni 2005 |
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Kjellarnes - Svolvær - Kabelvåg





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Keine
einzige Wolke am Himmel als wir aufstehen. Der Tag verspricht
ein besonders schöner zu werden, sofern das noch möglich
ist nach all dem bisher Erlebten. Mein Muskelkater hat sich
in die Oberschenkel verschoben, jeder Gang auf- oder abwärts
erinnert mich an den Abend auf der Kaiserwarte. Sven hat heute
Geburtstag. Nach dem Frühstück bekommt er ein Geschenk.
Ingrid hat extra einen Apfelkuchen gebacken, der uns hervorragend
zum Frühstück mundet. Pünktlich um 10 starten
wir in Richtung Kabelvåg. Zuerst
besuchen wir das Aquarium. Die Aquarien zeigen Fische und
andere Lebewesen aus der Polarregion. Die Multimediashow lassen
wir aus. Wir wollen ja noch zum Lofotmuseum und zur Kathedrale.
Ein Seehundbecken befindet sich im Außenbereich des
Aquariums. Anscheinend ist keine Futterzeit. Die Tierchen
tauchen nur ganz kurz vor uns auf um sich gleich wieder abzutauchen.
Vom Gelände aus haben wir einen tollen Blick auf den
Vågakallen. Leider können wir nicht herausbekommen,
wo die U-Boot-Fahrten gechartert werden können. Also
wenden wir uns dem Lofotmuseum zu. Die Männer warten
lieber im Schatten auf uns. Das Lofotmuseum wurde 1976 gegründet.
Es zeigt Exponate aus der Kultur- und Naturgeschichte der
Region. In Storvågan hat man Besiedlungsspuren gefunden,
die bis in die Steinzeit zurückreichen. Das Museum selbst
befindet sich in den Gebäuden eines ehemaligen Hofes.
Die Ausstellungen zeigen das Leben der Fischer, den Fischfang
und die Kultur. In den Bootshäsern liegen die Boote.
Unvorstellbar, sich mit einem solchen Boot auf den offenen
Fjord zu wagen. Anschließend
geht es zur Lofotkathedrale. Die Kirche wurde 1898 fertiggestellt.
Sie bot 1.200 Fischern Platz. Wir werfen einen Blick in die
Kirche und machen Fotos vom Altar und den Bildern. Vor der
Kirche liegt der Trollstein, von dem man sagt, dass er als
Altar verwendet worden sei, als König Øystein
die Gegend im Jahr 1120 christianisierte.
Weiter nach Svolvær. Wir suchen für unser Auto
ein schattiges Plätzchen und besuchen das Krigsminnemuseum.
Ingrid und Hermann warten derweil draußen auf einer
Bank. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und auch sehr interessant. Da
hat sich jemand sehr viel Mühe gegeben und viele Erklärungen
wurden auch auf Deutsch gegeben. Die Austellung zeigt Unmengen
von Uniformen, Waffen und Ausrüstungsgegenständen.
An Modellen wird daas Leben der Soldaten veranschaulicht.
Karten informieren über die Vorgänge auf den Lofoten
während des zweiten Weltkrieges. Am beklemmendsten fand
ich das original eingerichtete Büro der Gestapo. Jetzt
holt uns das Alltägliche ein. Post, Supermarkt, Telefonieren.
Ich spreche kurz mit meinem Vater, Sven ruft im Altersheim
an und fragt nach seinem Opa. Es geht ihm gut. Dann geht es
zurück zum Haus. Unterwegs stoppt Sven mehrmals, damit
wir ein paar Landschaften fotographisch einfangen können.
Zurück
im Haus gibt es ein kleines Mittagessen, dann gehen die anderen
schlafen. Pünktlich um 16.50 Uhr zieht die südgehende
Hurtigrute an uns vorbei. Heute ist es die MS Nordkapp.
Um 19.30 Uhr kommt Fußball: Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft
der Frauen – Norwegen gegen Schweden. Die Jungs sind
erstmal beschäftigt. Norwegen gewinnt das Halbfinale
mit 3:2. Dann gibt es Abendbrot: Würstchen vom Grill.
Die nordgehende Hurtigrute kommt heute etwas später,
gegen 23.15 Uhr zieht die MS Narvik an uns vorbei. Morgen
werden wir eine Tag Ruhe einlegen, vielleicht einen Abstecher
zur Trollfjordgallerie machen. Ich höre noch ein wenig
in das „Sakrileg“ rein. Ein spannender Roman. |
Geschrieben von
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am Dienstag, 1. August 2006 (1146 hits) |
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 26. Januar 2008 )
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